Niin wachte langsam auf und hörte merkwürdige Stimmen. „Sieht irgendwie niedlich aus, findet Ihr nicht, Cullen?“ Die Stimme gehörte zu Botschafterin Montilyet.
„Niedlich?“ Eher beunruhigend.“ murmelte der Kommandant.
Wen meinten die beiden bloß? Niin riss die Augen auf und hob den Kopf an. Konnten die Menschen endlich aufhören, hier oben schon so früh am Morgen herumzuschleichen? Leliana schlief noch fest und sah im Schlaf so friedlich und unbesorgt aus, dass die Elfe sie nicht wecken wollte.
Josephine trat allerdings näher, hüstelte ein paar Mal laut vernehmlich und die Meisterspionin murmelte beim Erwachen unverständliche Worte vor sich hin. Sie blickte Niin an, die unverhohlen gähnte und sich hinsetzte. Leliana zog sich ebenfalls in die Höhe, winkelte die Beine an und lehnte sich mit dem Rücken gegen eine der Kisten. „Was gibt’s so früh, dass selbst Du, Josie, unterwegs bist?“ Sie rieb sich verschlafen die Augen.
Die Botschafterin lächelte schief, denn sie schien noch nicht so ganz munter zu sein. „Varric hat uns etwas mitzuteilen und wir trommeln alle zusammen. Nur meinte er, wir sollten Cassandra vorher irgendwo anbinden.“
„Aha, dann ist es also so weit?“ Leliana stand auf, zog sich Schuhe und Robe an. „Eigentlich recht praktisch, wenn man nichts zum wechseln hat, findet Ihr nicht?“, meinte sie zynisch.
Josephine schnaufte genervt. „Das ist der sechste Tag in dieser Uniform. Ich könnte schreien vor Glück.“ Der verwirrte Blick des Kommandanten ließ sie hinzufügen: „Das war ein Scherz, mein Lieber.“
„Cullen, geht es Euch gut? Ihr habt schwarze Ränder unter den Augen und seht sehr blass aus“, fragte die Spionin besorgt.
Er winkte unwirsch ab. „Ich bin nur ein wenig überarbeitet. Nichts weiter.“
Niin legte die Decken zurecht und stand dann unschlüssig am Tisch. Sie wusste nicht, was sie tun sollte und Leliana strich ihr mit der Hand über den Rücken. „Iss erst einmal etwas und dann könntest Du ja ein wenig dem Kampftraining der Sturmbullen zuschauen.“
„Zuschauen?“ Niin runzelte die Stirn. „Du traust mir nicht zu mitzumachen, richtig?“ Wieder schob sich ihre rechte Augenbraue reflexartig in die Höhe und die Meisterspionin wusste nur zu gut, was das bedeutete.  
„Im Moment? Nein, ehrlich gesagt nicht. Du bist immer noch nicht gut genug bei Kräften.“ Sie sah den enttäuschten Blick der Elfe und meinte dann aufmunternd: „Das kriegen wir schon hin.“
„Klopf mir jetzt bloß nicht auf die Schulter wie der Eiserne Bulle“, brummelte Niin säuerlich.
Leliana schmunzelte verschmitzt. „Ich ramme Dich wenigstens damit nicht ungespitzt in den Boden.“ Sie verabschiedete sich und folgte den beiden Beratern zum neuen Besprechungsraum.

Die Drei wanderten durch die Haupthalle, in der sich die Anzahl der Verletzten zum Glück ziemlich gelichtet hatte und die nun eher als Schlafsaal diente. Sie wandten sich der linken Seite zu, auf der auch die Tür zu Salis Quartier lag.
Sie kamen in einen Vorraum, in dem ein Schreibtisch stand. „Mein Reich“, kommentierte Josephine mit einer ausladenden Handbewegung. Dahinter lag ein Gang, dessen rechte Mauerseite eingefallen war. Leliana fröstelte. „Netter Ausblick.“
Vor einer großen Doppeltür warteten Varric und Salis. Sie begrüßten die Drei mit einem Kopfnicken und schienen ebenfalls noch recht müde zu sein. „Bringen wir es hinter uns“, seufzte Varric und schob die Tür auf. Wie in Haven so stand auch hier ein riesiger Tisch, auf dem etliche Landkarten lagen. Ein massives Brett mit einem Baumstamm als Fuß. Es gab keine Sitzgelegenheiten, also bildeten sie einen Halbkreis.
Der Zwerg räusperte sich nervös. „Nun gut, früher oder später muss es raus.“ Er schaute beunruhigt in die Runde. „Ich habe eine alte Freundin kontaktiert und sie wird morgen hier eintreffen.“ Er machte eine theatralische Kunstpause. „Es ist Marian Hawke, der Champion von Kirkwall.“
Leliana starrte ihn wütend an. „Ihr habt die ganze Zeit gewusst, wo Hawke sich versteckt hält, oder? Cassandra hatte sie gesucht um sie zum Konklave zu schicken. Sie sah in ihr die einzige Chance, den Konflikt beizulegen. Tethras, Ihr seid ein verdammtes egoistisches Arschloch!“ Sie wanderte aufgebracht im Raum auf und ab.
Varric rief verzweifelt: „Ich wollte Marian schützen, versteht Ihr das nicht?“
„Schützen?!“ Die Augen traten ihr fast aus den Höhlen. „Wir hätten sie so dringend gebraucht und nun ist die Göttliche tot.“
Er schrie: „Marian wäre auch gestorben! Was hätte sie denn schon ausrichten können?“
Josephine trat zwischen die beiden und schob Leliana mit der Hand an deren Schulter zurück. Salis stellte sich vor Varric.
„Das ist noch nicht alles“, sagte der Zwerg leise.
„Was, noch mehr?“, stöhnte Cullen und massierte sich erschöpft die Schläfen.
„Wir hatten es schon einmal mit Corypheus zu tun, der Champion und ich.“ Varric wartete ab, bis ihm die ganze Aufmerksamkeit gewiss war. „Wir waren uns sicher gewesen, ihn getötet zu haben. Felsenfest. Und nun tauchte er wieder auf.“
„Dann wart Ihr wohl nicht gründlich genug“, verspottete der Kommandant ihn und der Zwerg knurrte: „Toter kann man nicht sein, als es Corypheus war. Durchbohrt von Schwertern lag er am Boden. Kein Herzschlag, kein Atemzug. Mehr dazu wird Euch Marian morgen sagen können.“ Er drehte sich zum Gehen um und rief noch über seine Schulter: „Und haltet mir die Sucherin vom Leib.“ Dann verschwand er und man sah ihn den ganzen Tag über nicht mehr.
Leliana setzte sich auf den Rand der massiven Tischplatte. „Wer sagt's Cassandra?“
Salis zuckte mit den Schultern. „Ich werd's tun, wenn sonst keiner will. Und nun entschuldigt mich, ich werde mich in einer Badewanne ertränken. Ich halt's wirklich keine Stunde länger aus.“
„Gute Idee, vielleicht macht mich das munterer?“ Die Meisterspionin schlurfte müde die Treppen des Turmes hoch und sah dort Niin in aller Ruhe frühstücken. Vor ihr lagen ein paar Scheiben Brot auf dem Teller und etwas Käse. Als sie Leliana erblickte, schob sie den Teller wortlos in die Tischmitte.
Die Spionin aß mit wenig Appetit und starrte nachdenklich auf den Tisch. „Was ist los?“ fragte die Elfe besorgt und sie erzählte ihr, was sie gerade erfahren hatte. Niin stieß einen Pfiff aus. „Wie tötet man jemanden, den man nicht töten kann?“
Leliana spielte selbstvergessen mit dem Brotmesser und schaute dann auf. „Das ist genau die Frage, welche mir nicht aus dem Kopf geht. Morgen wissen wir mehr. Was hältst Du davon, wenn wir unser Glück versuchen und endlich mal baden gehen? Ich hatte zwar auf Schloss Redcliff die Ehre, königlich zu plantschen, aber das hielt nicht lange vor.“
„Ich sage nur: sechs Tage ohne Seife. Ich hatte mir gestern mal schnell zwei Eimer Eiswasser über gegossen, aber als Waschen möchte ich das nicht bezeichnen. Eher als Verzweiflungstat. Und dank Dir kann ich wieder duften wie ein Blümchen.“ Sie strahlte vor Freude.

Sie standen auf, packten die Unterwäsche und zwei Handtücher in Lelianas Tasche und gingen in den unteren Hof. Dort hatte man dicht neben dem Stall Zwei Zelte zu einem einzigen Großen zusammen gebaut und sechs Wannen samt Trennwände aus Decken untergebracht. Dieser Platz war ideal, weil der Brunnen nur zwei Meter entfernt war. Hinter dem Stall war an der Mauer ein Ablauf angebracht und dort konnte das benutzte Badewasser entsorgt werden.
Zu dieser frühen Stunde war hier recht wenig los und so konnten sich die beiden Frauen ihre Badegelegenheiten aussuchen, das Wasser mussten sie allerdings selbst einfüllen und sie halfen sich dabei gegenseitig. Um einige Kessel Wasser über dem Feuer zu erhitzen, fehlte ihnen die Geduld und so setzten sie sich ins recht kalte Nass. „Puh, jetzt bin ich wach.“ schnaufte Leliana und schaufelte sich eine handvoll Wasser ins Gesicht.
Niin tauchte derweil in ihrer Wanne unter und fuhr sich durch die staubigen Haare. Sie prustete beim Auftauchen und die Meisterspionin rief belustigt: „Sag Bescheid, wenn Du auf Gold stößt.“
Die Zeltplane ging auf, Salis und Josephine traten ein. „Jemand hier?“ rief die Botschafterin. Nicht, dass sie noch die falsche Decke beiseite zog. Niin und Leliana antworteten schnell synchron mit einem: „Ja!“, weil sie die gleiche Befürchtung hegten.
Die Dalish Elfe ging hinter Josephine her zum Brunnen, wurde aber zurück gescheucht. „Ich denk' ja nicht daran, Dich die Eimer schleppen zu lassen.“
Blackwall, der sich immer in der Nähe des Stalls aufhielt, kam ihr zu Hilfe. „Ich hoffe, die Inquisition findet bald mehr Bedienstete. Im Moment haben die Wenigen hier zu viel mit den Verletzten zu tun. Warum badet Ihr nicht später, dann könnten die Magier das Wasser erhitzen?“, sagte er, während er zwei Eimer in die Wanne goss.
Salis saß auf einem Schemel und wartete geduldig. „Aber dann ist es wieder so voll. Jetzt schlafen die meisten noch und man hat seine Ruhe.“
„Da habt Ihr auch wieder Recht.“ Blackwalls Schnurrbart zuckte lächelnd in die Höhe.
„Habt Dank, Wächter.“ Josephine prüfte das Wasser mit der Hand und grinste die Dalish Elfe schelmisch an. „Rein mit Dir!“
Leliana und Niin schwiegen und lauschten amüsiert. Salis protestierte schwach. „Warte. Das ist eiskalt.“
„Raus aus der Kleidung und rein in die Wanne“, kommandierte sie Josephine unbarmherzig herum.
„Jawohl, Kommandantin.“ Salis tauchte ins Wasser ein und sofort bildete sich eine Gänsehaut am ganzen Körper. „Das ist saukalt“, jammerte sie, aber da hielt ihr die Botschafterin schon ein Stück Seife vor die Nase und krempelte sich die Ärmel hoch. „Ich dachte, Ihr Dalish seid so naturverbunden.“
„Das schon, aber nicht so bescheuert, um in Eiswasser zu baden“, meckerte Salis zurück und stand auf um sich abzuseifen. Mittlerweile hatte Josephine eh alles gesehen, was es von ihr zu sehen gab und es gab keinen Grund, sich schüchtern zu verstecken.
Noch ein Badegast trat ins Zelt und rief in die Runde. Es war Harding, die frühen Morgenstunden ebenfalls nutzend. „Oh, so viel schon los hier?“
Wieder bot sich Blackwall als Wasserträger an. Er hatte gerade nichts zu tun und der Lärm, den Salis veranstaltete, war ihm beste Unterhaltung. Auch Leliana und Niin saßen schon länger im Wasser, als sie eigentlich wollten, aber das Hörspiel war zu gut, um es sich entgehen zu lassen.
Josephine schrubbte derweil ihrer Elfe den Rücken und beschwerte sich: „Kannst Du mal aufhören, so herum zu plantschen, Liebes?“
Mit Unschuldsmiene entgegnete Salis: „Irgendwo muss ich mich ja festhalten, wenn Du mich ertränken willst.“
„Du kommst mir fast wie Dorian vor, die Königin des Dramas.“ Hinter einigen Decken kicherte es und Josephine warf den Waschlappen in die Wanne. „So, und eben reicht es mir.“ Sie begann sich auszuziehen und Salis wurde es trotz des kalten Wassers recht warm. Sie verfolgte jede Bewegung der Botschafterin und ihr Mund stand staunend offen. Josephine kletterte in aller Ruhe zu ihr in die Wanne und meinte trocken: „Den solltest Du zumachen, sonst ertrinkst Du mir am Ende wirklich noch beim Haare waschen.“ Sie musterte die Elfe eindringlich und lächelte verschwörerisch. „Das hattest Du eh vor, nicht wahr?“
„Was? Dich in die Wanne zu bekommen?“ Salis grinste vergnügt. „Mission geglückt.“ Sie konnte sich nicht satt sehen an Josephines Körper, der nun in verführerischer Reichweite war. Ihre Knie berührten sich, die Botschafterin angelte nach der Seife und begann sich damit einzuschäumen. „Ist das so eine Art Folter?“ jammerte Salis und starrte sie mit pochendem Herzen an.
„Das hättest Du Dir früher überlegen sollen.“ Josephine lachte ausgelassen und rief im nächsten Moment entsetzt aus: „Salis! Nicht! Wir sind nicht alleine!“ Man hörte das Wasser überschwappen. Niin flüsterte zu Leliana hinüber: „Wir sollten verduften.“
„Schon, aber irgendwie kann ich nicht. Das hier ist einfach zu lustig“, kam die leise Antwort.
„Schön, dass Ihr Euren Spaß habt während ich hier einen Herold bändigen muss“, beklagte sich die Botschafterin. „Du hältst jetzt still und lässt Dir die Haare waschen, Salis. Tauch' mal nach vorne ab.“
„In die Richtung gerne.“ Die Elfe grinste unverschämt und wurde unter getunkt. Sie kam japsend wieder hoch und Josephine verteilte ihr sachte die Seife im Haar, sorgsam darauf bedacht, die Wunde auszulassen, auf der sie beim Waschen schützend ihre Hand gehalten hatte.
„Und nochmal. Luft anhalten.“
Wieder tauchte Salis unter und hielt sich diesmal an den Rändern der Wanne fest. Ihre Augen brannten von der Seife und sie röchelte: „Sadistin.“ Nachdem sie sich wieder gefangen hatte, schlug die Elfe vor: „Jetzt wasche ich Dir die Haare, ma vhenan.“
Josephine sah sie einige Sekunden lang misstrauisch an und drehte ihr dann den Rücken zu. „Zurückbeugen und genießen.“ Sie ließ sich nach hinten gleiten, so dass ihr Kopf so weit ins Wasser eintauchte, dass Salis ihr langes Haar waschen konnte. Die Botschafterin schloss die Augen und genoss die Behandlung sichtlich, während Salis ihren Blick ausgiebig über Josephines Brüste schweifen ließ und sich mit aller Gewalt beherrschen musste, diese nicht zu berühren.

Niin hatte derweil begonnen, ihre Unterwäsche in der Wanne mit zu waschen, ihre Socken ebenfalls. Der Geruch, den sie verströmten, verschlug ihr ein wenig den Atem. Dann stieg sie aus der Wanne und trocknete sich ab. Nebenan platschte es ebenfalls, als Leliana es ihr gleich tat. Sie summte gut gelaunt vor sich hin.Vielleicht wollte sie auch nur Salis signalisieren, dass sich im Zelt noch andere aufhielten?
„Raus aus dem Wasser, mein kleiner Raubfisch.“ Josephine stieg lachend aus der Wanne und griff zum Handtuch.
Leliana zog die Decke beiseite und trat in dem Mittelgang des Zeltes. Sie verzichtete auf ihr Kopftuch und hatte sich wie immer eine kleine Haarsträhne auf der linken Schläfenseite zu einem Zopf geflochten.
Die Bediensteten waren mittlerweile draußen dabei, Kessel aufzusetzen um das Badewasser zu wärmen. Also konnten sie darauf verzichten, die Wannen selbst leeren zu müssen.
Auch Niin schaute vorsichtig in den Gang, hörte Salis leise kichern und Josephine drohend ausrufen: „Lass' Deine Hände da, wo ich sie sehen kann!“
Die Dalish Elfe antwortete unschuldig: „Wieso? Von hier aus kannst Du meine Hände doch gut sehen.“
Es folgte ein klatschendes Geräusch, als Josephines Hand auf Salis Hinterteil landete mit den Worten: „Zieh' Dich an, sonst erkältest Du Dich“, gefolgt von einem recht lauten Seufzer des Bedauerns.
Harding rief: „He, Niin, warte! Lass mich hier nicht alleine!“ Sie rannte den beiden hinterher. Als sie ein Stück vom Zelt entfernt waren, raunte die Späherin ihnen zu: „Hu, da knistert's gewaltig. Ich gebe denen noch höchstens einen Tag.“
Leliana grinste: „Ich ein paar Stunden.“
Niin fragte verwirrt: „Wofür?“
Harding und die Meisterspionin sahen sich ratlos an, dann fand Leliana ihre Sprache wieder. „Äh, ich glaube, darüber reden wir demnächst einmal etwas ausführlicher.“ Sie schaute die Stadtelfe prüfend an. „Kannst Du Dir das nicht vorstellen?“
„Was vorstellen?“ Niin zuckte unwissend mit den Schultern.
Die Späherin verabschiedete sich schnell. „Viel Spaß, Mylady Nachtigall.“ Sie grinste schalkhaft und eilte in den oberen Hof.
Leliana dämmerte langsam, dass Niin nicht nur das unschuldigste Wesen weit und breit war, sondern auch von zwischenmenschlichen Dingen offenbar keinen blassen Schimmer hatte. Sie kratzte sich perplex am Kopf. Na, das konnte ja was werden!
Sie gingen wieder hoch in den Turm und bastelten auf dem Balkon eine Wäscheleine, auf die sie ihre Wäsche zum Trocknen aufhängen konnten. Niin salutierte grinsend: „Hisst die Flaggen der Inquisition.“ Und Leliana lachte schallend, so dass sich unten im Hof die Köpfe zu ihr hoch drehten. Sie blickte hinunter. „Huch, na prachtvoll, nun sehen alle unsere Unterwäsche im Wind flattern.“

Josephine und Salis blickten hoch zu Leliana. „Ich glaube, ich muss mit Lady Nachtigall einmal ein ernstes Wörtchen reden.“ Die Botschafterin schüttelte grinsend den Kopf. „Was sollen unsere Gäste denken, wenn unsere Wäsche hier überall hängt?“
„Waschtag?“, meinte Salis kichernd.
„Und Dir wird das Lachen gleich vergehen, meine Liebe. Wir gehen jetzt zum Fäden ziehen.“ Josephine hakte sich vorsorglich bei der Dalish Elfe ein, damit sie nicht entfleuchen konnte.
„Hat das nicht Zeit?“, jammerte Salis.
Die Botschafterin schüttelte den Kopf. „An dieser Stelle kann man die Fäden recht früh ziehen. Also tun wir das jetzt.“
In der Nähe hatten William Trevelyans Leute ihre drei Zelte aufgebaut. Der Magier saß mit seinem Sohn auf einer kleinen Bank in der Sonne und lernte mit ihm. Die beiden waren so versunken, dass sie die Ankömmlinge zuerst nicht bemerkten, aber dann blickten sie hoch und Josephine schaute in zwei hellgraue Augenpaare, die gleicher nicht hätten sein können und einen Schimmer ins Blaue hatten. Nathaniel besaß zudem die gleiche Nase mit den ausgeprägten Nasenflügeln und das sanfte Lächeln seines Vaters.
„Hallo, Ihr Zwei“, begrüßte Salis die beiden Magier, denn unzweifelhaft würde Williams Sohn einmal einer werden. Der Weißhaarige schlug das Buch zu und erhob sich zu einer leichten Verbeugung. Er schubste seinen Sohn an damit dieser ebenfalls aufstand und es ihm gleich tat.
„Guten Morgen, meine Damen. Was führt Euch zu uns?“ Wie immer war die Stimme des Magiers sanft.
„Wir wollten zu Eurer Heilerin um die Wundfäden des Herolds ziehen zu lassen, damit sie nicht so einwachsen.“ Josephine schaute sich suchend um und William rief laut: „Annabelle, kannst Du mal rauskommen?“
Die Heilerin trat vor das Zelt und hinter ihr huschte ein Mädchen in Nathaniels Alter hinaus. „Geh' nicht zu weit weg, gleich lernen wir!“ Sie schüttelte lächelnd den Kopf. die Kleine war schon auf der Treppe, rief ein: „Ja, Mama!“ und verschwand.
Salis setzte sich auf die Bank und wartete geduldig, während die Heilerin ihre Tasche holte. „Ich hatte sie in Redcliff gelassen, nachdem wir eilig aufbrechen mussten um die Templer von unserem Lager abzulenken. Dann überschlugen sich die Ereignisse. Ich habe hier Besteck um Operationen durchzuführen.“
„Wo lernt eine Magierin das?“ fragte die Botschafterin fasziniert und beobachtete, wie Annabelle die sorgsam in Leder eingewickelten Utensilien auf der Bank ausbreitete.
„Auf dem Schlachtfeld. Ich kann nicht zählen, wie viele Arme und Beine ich amputieren musste“, erzählte die Magierin seufzend.
Mittlerweile hatte sich auch Cassandra eingefunden, die gut erholt aussah und offensichtlich endlich eine Mütze voll Schlaf abbekommen hatte. Sie nickte zum Gruß in die Runde und schaute zu. „Nur, wenn es Euch nicht stört“, fragte sie vorsichtshalber.
Salis schüttelte den Kopf, verzog beim Ziehen der Fäden zwar vor Schmerz das Gesicht, gab aber keinen Laut von sich. Die Wunde blutete ein wenig und die Heilerin wirkte einen Zauber, der sie vollends verschloss.
„Steht bitte auf, Herold“, bat Annabelle. Sie fuhr Salis Körperkontur im Abstand einiger Zentimeter mit der Hand nach, verharrte ab und zu und dann sah man einen schwachen Schein aufleuchten. „Wie geht es Euch jetzt?“
Die Elfe lächelte erleichtert. „Wesentlich besser. Wie habt Ihr das gemacht?“
Die Heilerin erwiderte: „Ich habe Eure eigenen Heilungskräfte lediglich verstärkt in den letzten Tagen. Und nun möchte ich mir Euren Arm ansehen.“
Salis krempelte den Ärmel hoch und man sah von der Wunde nur noch eine verschorfte Stelle. „Meine Schulter hat ebenfalls aufgehört zu schmerzen und meine geprellten Rippen auch.“
„Als geheilt entlassen, würde ich sagen. Allerdings kann viel Schlaf nicht schaden.“ Annabelle lächelte nun ebenfalls.
„Ich sorge dafür, dass unser Herold sich zum Mittagsschläfchen zurückzieht. Na ja, zu einem reichlich verfrühten Mittagsschläfchen.“ Josephine bedachte die Elfe mit einem strengen Blick.
Salis schielte zu Cassandra und stammelte: „Ich weiß nicht, wie ich es Euch beibringen soll, Sucherin … Varric teilte uns vorhin etwas mit, dass Euch … nicht sonderlich gefallen wird.“
Die Miene der Sucherin verfinsterte sich zusehends. „Ich kann es mir denken, Herold“, brachte sie zähneknirschend hervor.
„Er hat den Champion von Kirkwall gerufen. Dieser wird hier morgen früh eintreffen.“ Salis kniff die Augen zusammen und erwartete ein Donnerwetter.
Cassandra lief hochrot an und William machte erschrocken einen Schritt zur Seite. „Dieses kleine Stück ...“, mehr brachte sie nicht hervor, denn der Magier schüttelte heftig mit dem Kopf. „Bitte nicht vor den Kindern, Sucherin.“ Er bemerkte, dass sie zitterte und zog sie schnell in den nächsten Turmeingang, gefolgt von Josephine und Salis. Letztere schloss die Tür. „So, nun könnt Ihr schreien, so viel Ihr wollt.“
Die Sucherin öffnete den Mund, aber es drangen nur unverständliche Laute nach außen. Sie verlor die Fassung. „Ich habe Varric angefleht. Versteht Ihr? ANGEFLEHT!“ Sie schlug mit der Faust gegen einen Holzbalken. Der Schmerz brachte sie zur Besinnung. „Wir hatten den Champion gebraucht und er wusste die ganze Zeit, wo er sich aufhält.“ Sie setzte sich auf die Treppe und begrub ihren Kopf in den Händen. William setzte sich neben sie, aber als seine Hand ihre Schulter berührte, fuhr sie hoch und er zuckte entsetzt zurück.
„Und nun habt Ihr mich.“ Salis baute sich wütend vor Cassandra auf. „Das ist alles, was Ihr bekommen habt. Ausgerechnet eine Dalish Elfe. Genügt Euch das nicht?“
Die Sucherin schnappte nach Luft. „Nein, Herold … ich …“ Sie ließ die Arme sinken und schaute Salis verzweifelt an. „Ihr wart genau das, was wir am dringendsten benötigten. Ich bin davon überzeugt, dass Euch der Erbauer gesandt hat. Es wäre nicht nötig gewesen, wenn wir den Champion gefunden hätten, aber so hat er Euch geschickt.“
William lehnte sich gegen die Mauer. „Was hätte der Champion denn ausrichten können? Hätte sie auch das Mal bekommen und die Risse schließen können? Oder wäre sie mit der Göttlichen einfach in die Luft geflogen? Das glaube ich nämlich eher.“
Josephine hatte den Arm um Salis gelegt und blitzte Cassandra ungehalten an. „Ihr seid ungerecht, Sucherin. Und so, wie ich Varric verstanden habe, ist eine Kontaktaufnahme mit dem Champion sehr schwierig gewesen, da sie bis vor kurzem immer noch auf der Flucht war.“
Cassandra schüttelte resigniert den Kopf. „Ich entschuldige mich in aller Form, Herold.“ Sie ließ sich auf die unterste Treppe fallen und blieb dort benommen sitzen. „Lasst mich jetzt bitte alleine.“
William setzte sich wieder neben sie, hielt aber Abstand. Er nickte Salis und Josephine zu. „Geht. Wir reden noch eine Weile.“

Die beiden Frauen traten hinaus ins Sonnenlicht und gingen in gemütlichem Tempo die Treppen hoch. „Das dürfte morgen eine interessante Begegnung werden.“ Josephine betrachtete die Elfe prüfend von  der Seite. „Schlaf' ein wenig, das wird Dir gut tun.“
„Aber ich fühle mich recht munter“, meinte Salis aufmüpfig.
„Du wirst schlafen und wenn ich Dich ans Bett fesseln muss“, knurrte Josephine.
„Das würdest Du?“ In den Augen der Elfe glitzerte es neugierig auf und die Botschafterin lächelte geheimnisvoll.

Leliana und Niin hatten von ihrem Balkon aus Cassandras Wutausbruch mitbekommen und als diese in den Turm gezogen wurde, gingen die beiden ebenfalls wieder hinein. „Setz' Dich bitte, Niinara.“ Die Meisterspionin bot ihr den Platz gegenüber an und machte es sich am Tisch bequem.
Der Elfe rutschte wieder die Augenbraue hoch. „So förmlich Schwester Nachtigall?“
„Ich möchte Dir ein Angebot machen.“ Leliana lehnte sich zurück und betrachtete Niin lange, die unbehaglich auf ihrem Stuhl herum rutschte. „Gut, ich will Dich nicht länger auf die Folter spannen. Hättest Du Lust, für mich als Späherin zu tätig zu sein?“
Niins hellblaue Augen wurden riesengroß vor Freude und sie rief aus: „Ehrlich? Ich soll für die Inquisition arbeiten?“ Ihr stand der Mund vor Staunen offen, sie konnte es nicht fassen, dass man Wert auf ihre Fähigkeiten legte.
Leliana lächelte zufrieden. „Ja, wir werden Dich ausbilden und dann sehen wir weiter. Außerdem fördern wir Deine Begabungen. Was hältst Du davon?“ Sie beugte sich vor und goss sich Wasser in einen Becher ein. Niin brauchte eine Weile um das eben Gehörte zu verinnerlichen und die Meisterspionin ließ ihr die Zeit dazu.
„Natürlich willige ich ein.“ Die Stadtelfe grinste von einem Ohr zum anderen.
„So sei es.“ Leliana reichte ihr die Hand über den Tisch und Niin schüttelte diese übereifrig. „He, lass meinen Arm aber dran!“, rief die Spionin lachend. „Dann fangen wir jetzt an. Hier oben bauen meine Leute ein wenig um, damit wir die Vögel unterbringen können, welche wir zur Übermittlung von Nachrichten abgerichtet haben. Da sind wir eh nur im Weg. Um mit meiner Arbeit fortfahren zu können, fehlen mir die nötigen Informationen. Im Moment schicken wir täglich zweimal Boten nach Redcliff, weil noch keiner der Vögel den Weg zur Himmelsfeste kennt. Sprich: ich habe ein wenig Zeit.“
Sie stand auf und bedeutete Niin mit einem Kopfnicken, ihr zu folgen. „Wohin geht’s denn?“, fragte die Elfe aufgeregt.
„Zum Training“, sagte Leliana kurz. Sie gingen in den hinteren Teil des oberen Hofes. Man war gerade dabei, eine alte Schmiede wieder in Betrieb zu nehmen. Daneben befand sich ein kleiner Übungsplatz mit einigen Strohpuppen. „Nett, da hat Cassandra wieder etwas, auf das sie einprügeln kann.“ Sie schmunzelte ein wenig gehässig.
Etwas vom Platz entfernt befanden sich mehrere Zielscheiben, welche direkt neben der Taverne aufgebaut worden waren. Leliana ging in das Gebäude hinter dem Übungsplatz. Dort hatte der neue  Quartiermeister sich eingerichtet, sie holte sich Pfeile und zwei Bögen.
„Und nun zeig' mir, was Du gelernt hast.“ Die Meisterspionin stellte sich hinter Niin und begutachtete den ersten Schuss. Die Elfe traf die Scheibe nur am Rande. „Es macht mich nervös, wenn jemand hinter mir steht.“
„Keine faulen Ausreden, Rekrutin Larion“, sagte Leliana im Kasernenhofton, dann korrigierte sie Niins Haltung. „Stell' Dich mal anders hin. So wie ich.“ Die Spionin nahm ihren Bogen und schoss ins Schwarze.
Das konnte Niin nicht auf sich sitzen lassen. Nacheinander verschoss sie schnell zehn Pfeile und traf jedes Mal annähernd die Mitte der Scheibe. Leliana nickte anerkennend und nun entwickelte sich zwischen den beiden ein kurzes Wettschießen bis die Köcher leer waren.
Sie verbrachten die Zeit bis zum Mittagsessen mit Schießübungen und machten sich dann auf den Weg zur Küche, wo die Essensausgabe sicher schon begonnen hatte. Auf ihrem Weg kamen sie an den Zelten der Kampfmagier vorbei und sahen Cassandra friedlich am Feuer sitzen und ein Buch lesen. Über was auch immer sie mit William geredet hatte, es schien Wirkung gezeigt zu haben.
Leliana ging zu ihr hin, während Niin sich in die Schlange der Hungrigen einreihte, die sich vor der Küche gebildet hatte. „Wie geht es Euch?“, sie setzte sich neben die Sucherin und betrachtete sie besorgt.
Cassandra hob den Kopf sah sie an. „Besser. Danke, dass Ihr fragt.“ Sie lächelte verhalten. „Manchmal hilft ein Gespräch. In diesem Fall ein längeres.“
„Wo ist Trevelyan jetzt?“ Leliana konnte keinen der Magier sehen.
„Sie sind vor die Feste gegangen und üben dort mit den Kindern.“ Die Sucherin blickte die Brücke entlang. „Es ist ihnen wichtig, dass die Kleinen frühzeitig lernen mit ihrer Magie richtig umzugehen. Noch klappt das allerdings oft nicht so, wie es soll. Deswegen trainieren sie lieber außerhalb dieser Mauern.“
„Kommt doch und esst mit uns“, ermunterte Leliana sie. „Wenn sich unser Herold vom Nickerchen erhebt, können wir ja endlich mit der Überraschung beginnen. Salis wird Augen machen.“
Cassandra lachte. „Ich glaube nicht, dass ihr so viel Trubel lieb sein wird.“
Die Meisterspionin zwinkerte ihr verschwörerisch zu. „Deswegen haben wir ihr ja auch nichts davon gesagt.“ Sie stand auf und Leliana erwähnte beiläufig: „Übrigens bilde ich Niin zur Späherin aus.“
Die Sucherin schaute sie länger prüfend an. „Ist das in Niins Interesse oder in Eurem?“
Der Spionin blieb die Spucke weg. „Wie bitte? Was meint Ihr damit?“ Ihr Gesichtsausdruck wurde ernst und zeigte erste Anzeichen von Verärgerung.
„Ihr und Niin seid ja quasi unzertrennlich.“ Cassandra schmunzelte.
„Und was wollt Ihr damit andeuten?“ Leliana verschränkte ungehalten die Arme vor der Brust.
„Nichts weiter“, kam die schulterzuckende Antwort und die dunkelhaarige Frau widmete sich wieder ihrem Buch.
„Kommt schon, Sucherin. Sagt es gerade heraus. Ihr tut Euch doch sonst keinen Zwang an.“ Die Spionin tappte abwartend mit dem rechten Fuß auf.
„Ihr seid dauernd zusammen, schlaft zusammen … öhm … ich meine … Ihr … ach, sagen wir es doch, wie es ist. Ihr kommt mir nicht wie Freunde vor.“ Cassandra fing an zu schwitzen, aber in diese Situation hatte sie sich schließlich selber gebracht. Augen zu und durch!
„WIE WAS DANN?“, zischte Leliana zwischen den Zähnen hindurch.
„Na ja, eher wie … zwei Menschen, die sich sehr mögen.“ An der Reaktion ihrer Gesprächspartnerin merkte sie, dass sich die Spionin darüber selbst nicht im Klaren war. Leliana starrte sie wortlos an und ihre Miene wechselte zwischen Unsicherheit, Zorn und Skepsis.
„Warum kann ich meine große Klappe einfach nicht halten?“, seufzte die Sucherin verzweifelt. „Ich will doch nur damit sagen, dass sich Eure Späher schon das Maul zerreißen, wenn Ihr die Nächte mit Niin verbringt. Wie auch immer Ihr das sehen mögt.“
„Verstehe“, murmelte Leliana kurz angebunden, drehte sich um und ging einfach. Was war falsch daran, sich in der Gegenwart eines anderen Menschen wohl zu fühlen? Sollten diese Idioten doch denken, was sie wollten! Sie stellte sich neben Niin an die Essensausgabe.
„Unangenehmes Gespräch gehabt?“ Die Elfe beäugte sie und entschied, dass es besser war, nichts weiter zu sagen.
Sie setzten sich an einen kleinen Tisch, den man im Freien aufgebaut hatte. Schon alleine, damit die Leute das Geschirr nicht durch die halbe Feste schleppten und das Küchenpersonal es wieder einsammeln durfte. Solche Essgelegenheiten in der Nähe der Küche ersparten die lästige Suche.
Leliana stützte ihren Kopf mit der rechten Hand ab und stocherte lustlos in ihrem Essen herum. Niin legte ihre Gabel beiseite. „So, und nun raus mit der Sprache. Was beschäftigt Dich?“ Die Elfe hatte recht buschige Augenbrauen, die nach außen zusehends dünner wurden und nun rutschten sie in der Mitte fast zusammen.
Die Spionin blickte hoch und wusste nicht recht, was sie sagen sollte. „Willst Du woanders schlafen?“
Niin schaute ihr in die Augen und antwortete zögerlich: „Willst Du das?“
„Nein.“ Leliana wusste auch nicht, woher der bestimmte Tonfall kam und wunderte sich über sich selbst.
„Warum fragst Du dann?“
„Weil die Leute über uns reden.“ Die Spionin musterte die Elfe ebenso eindringlich.
„Wieso?“ fragte Niin überrascht.
„Weil sie denken, wir hätten etwas miteinander.“ Nun war die Katze aus dem Sack und Leliana fühlte sich unglaublich mies dabei.
„Haben wir?“ Die Elfe starrte sie verblüfft mit offenem Mund an.
Warum fiel ihr die Antwort nur so schwer? „Weiß nicht. Sag' Du's mir. Vor Cassandra klang das noch so eindeutig, das Nein.“ Ihr Herz schlug schneller.
„Ich mag Dich. Ist das das Gleiche?“ Niin stand die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben.
„Man kann sich auf viele Arten mögen. Ich mag Dich auch, Niin.“ Leliana lächelte liebevoll.
„Gut, dann hätten wir das geklärt, oder?“ Die Elfe aß weiter und schaute noch einmal kurz hoch. „Zumindest vorerst.“ Als sie nach unten auf den Teller blickte, umspielte ein Lächeln ihre Lippen.
Leliana schnappte nach Luft. „Also, wenn Du den letzten Satz nicht gesagt hättest ...“ Sie beugte sich über den Tisch und schaute Niin an. „Du kleiner Dämon.“ Dann schmunzelte sie zufrieden.

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