Der letzte Weg …

Schneeflocken fallen herab,
bilden ein weißes Grab.
Ich verlasse diese Welt,
in der mich nichts mehr hält.

Mein Weg war weit,
so qualvoll die Zeit.
Meine Spuren verweht der Wind,
das Licht macht mich fast blind.

Ich folgte ihm so lange Zeit,
fühle mich von Last befreit.
Hier kann ich endlich sein,
vorbei ist meine Pein.

Drachenblut nennen mich die einen,
Verräter schimpfen mich die meinen.
Mein wahres Ich verbarg ich gut,
den Schmerz, die Trauer und die Wut.

Erschöpft lasse ich mich nieder,
die Kälte fährt mir in die Glieder.
Ich schließe die Augen und lächle dabei,
bald finde ich Frieden, ist es vorbei.

Dieser Kampf war nie meiner gewesen
und die Welt wird niemals genesen.
So viele dachten, ich brächte den Sieg,
vernichte den Feind im großen Krieg.

Ich gehe, damit ich frei sein kann,
auf dass endet, was vor Jahren begann.
Ich lege mich hin, mir wird ganz warm,
der Tod nimmt mich liebevoll in den Arm.

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