Wieder erwachte Elion aus der Bewusstlosigkeit, das wurde ihm langsam zur lästigen Angewohnheit. Er öffnete die Augen und drehte den Kopf ein wenig, während seine Hand über jene Fläche fuhr, auf welcher er lag. Ein Bett und zwar ein recht bequemes. Sein Blick wanderte durch die ansonsten recht spartanisch und rustikal eingerichtete Hütte. Es gab noch einen Schreibtisch und einen kleinen Vorraum, der wohl beim Eintreten die Kälte abfangen sollte, denn ein Blick aus dem Fenster gegenüber zeigte dem Elf, dass draußen Schnee lag. Ein großer Kamin gab behagliche Wärme ab, stellte er beruhigt fest, starrte an die Decke und versuchte, sich zu erinnern.
An jenen peinlichen Moment, als er vor zwei Frauen seine Notdurft verrichten musste. Er schloss die Augen und schüttelte den Kopf. Danach hatte ihn die Dunkelhaarige quer durch Haven gezogen und schließlich seine Ketten abgenommen. Es war ihm nichts anderes übrig geblieben, als hinter ihr her zu rennen. Auf dem Weg fand er einen Bogen, das war auch bitter nötig, denn jedes Mal, wenn die Bresche, so nannten alle das Loch am Himmel, grün glühte, spuckte sie Dämonen aus.
Zu zweit schlugen sie sich in Richtung Tempel durch, und Elion erfuhr nebenbei auch den Namen seiner mürrischen Begleiterin: Sucherin Cassandra Pentaghast. Unterwegs trafen sie auf einen Zwerg, der Varric hieß und unentwegt mit seiner riesigen Armbrust prahlte, und einen elfischen Magier namens Solas, dem der Dalish Elf sogleich den Spitznamen „Eierkopf“ gab wegen besagter Kopfform und dem fast gänzlichen Fehlen von Haupthaar.
Sie wollten einen kleinen See überqueren, als sie erneut von Dämonen angegriffen wurden. Sich mitten auf dem Eis seiner Haut erwehren zu müssen, war eine schlechte Strategie, zumal der Magier auf die Idee kam, einen Feuerzauber zu wirken. Schneller, als man „Scheißkalt!“ schreien konnte, brach das Eis und sie landeten im tödlichen Nass. Nur ein beherzter Griff seitens der Sucherin verhinderte, dass der Zwerg unter das Eis abtauchte, weil dieser nicht schwimmen konnte. Sie erreichten unterkühlt und zitternd das rettende Ufer, fanden Unterschlupf in einer verlassenen Hütte, in der sie sich aufwärmen konnten. Immer noch durchgefroren eilten sie weiter und kamen an einem vorgeschobenen Lager an.
Die Rothaarige, von den anderen Leliana genannt, stieß im dort wieder zu ihnen. Endlich trafen sie an ihrem Ziel ein: dem Tempel der Heiligen Asche, oder besser gesagt: seinen Überresten. Elion erkannte ihn nicht wieder, denn die gewaltige Explosion hatte die riesige Anlage regelrecht zerrissen. Ihm wurde leicht schwindelig beim Gedanken, dass er sich dort aufgehalten hatte und nun der einzige Überlebende war.
Inmitten der Trümmer befand sich ein großer Riss direkt unterhalb der Bresche. Man schubste ihn vor, damit er seine Arbeit tun konnte und Elion hob murrend die linke Hand. Ein Blitz schoss aus dieser heraus, wie jedes Mal, wenn er einen Riss schloss, aber dieser hier spuckte stattdessen einen gewaltigen Dämonen aus und es kostete viel Anstrengung, ihn gemeinsam zu besiegen. Als der Elf dann ein weiteres Mal die Hand einsetzte, spürte er, wie der Riss ihm die Energie regelrecht absaugte. Wieder verlor er das Bewusstsein.

Und nun saß er hier, auf einem bequemen Bett, irgendwo im Schnee. Eine verstörte Elfe trat ein. Offensichtlich eine Bedienstete. Sie warf sich vor ihm auf die Knie und teilte ihm mit, dass Sucherin Cassandra ihn erwartete. Verwirrt kniete er sich ebenfalls hin und fragte die zitternde Frau: „Wo befindet sich Lady Pentaghast?“ Beim Aufstehen zog er das Häufchen Elend mit sich hoch.
„In der Kirche.“ Sie riss die Tür auf, welche hinter ihr mit einem lauten Schlag zurück ins Schloss fiel und rannte davon.
Elion kratzte sich nachdenklich am Ohr. Kirche? Waren sie wieder in Haven? Dies war der schlimmste Aussetzer, den er je gehabt hatte, aber wenigstens musste er jetzt nicht schon wieder pinkeln. Neugierig öffnete er die Tür einen Spalt weit und spähte nach draußen. Erschrocken zog er den Kopf wieder ein. Da standen Soldaten Spalier!
Panik überkam ihn. Was wollten die? Ihn bewachen? Hinrichten?
Entschlossen schnappte sich Elion seine Lederjacke und stellte entsetzt fest, dass er auch schon besser gerochen hatte. Wie lange war der Kampf im Tempel wohl her gewesen? Darüber konnte er sich später Gedanken machen. Er kletterte auf den Schreibtisch, öffnete vorsichtig das Fenster darüber, hielt kurz inne und lauschte. Dann schob er ein Bein hinaus, drehte sich auf dem Bauch, so dass er mit dem Oberkörper auf dem Tisch lag, und versuchte mit den Füßen irgendwo Halt zu bekommen.
„Wieso dachte ich mir, dass Ihr nicht die Tür nehmt?“
Diese dunkle Stimme! Elion stemmte sich in die Höhe und sein Kopf krachte gegen den Fensterrahmen. Fluchend rutschte er aus dem Fenster wie eine Flunder aus dem Fischernetz und drehte sich um.
Cassandra lehnte sich lässig gegen eine Mauer und grinste ihn unverschämt an. Auch jetzt trug sie wieder ihren Brustpanzer und die stahlbewehrten Stiefel. Selbst ihre Handschuhe waren auf den Handrücken mit Metall verstärkt und am Gürtel war ein Schwert befestigt. Sie stieß sich von der Mauer ab und trat auf ihn zu, während er sich den schmerzenden Hinterkopf rieb. „Ihr wart recht lange ohnmächtig.“
Erstaunt zog er die Stirn kraus und seine langen Ohren wackelten dabei mit. „Wie lange?“
„Einige Tage.“
Das erklärte zumindest den intensiven Schweißgeruch, der ihm anhaftete. „Kann ich mich irgendwo waschen und umziehen?“
Zu seiner Enttäuschung winkte die Sucherin ab. „Das muss warten. Wir gehen zum Besprechungsraum und bringen Euch auf den neuesten Stand der Dinge.“ Sie erklommen jene Treppe, die zur Kirche hoch führte und nun konnte Elion einen Blick nach oben werfen. Diese verdammte Ding am Himmel waberte immer noch grünlich schimmernd vor sich hin, wenngleich auch nicht mehr mit dem gleichen Tosen wie zuvor und den regelmäßigen Blitzentladungen.
„Euer Mal und die Bresche sind nun stabil. Wenigstens ein kleiner Erfolg, der uns Zeit verschafft.“ Cassandra schaute auf seine Hand. „Stört es Euch?“
Er schüttelte seine Linke und blaffte sie an. „Stören? Ich will dieses Scheißding los werden!“ Wer wollte schon eine grün leuchtende Hand, deren einziger Vorteil darin bestand nachts leichter den Nachttopf zu finden?
„Noch brauchen wir das Mal.“ Sie traten ins Innere der Kirche und liefen den langen Gang entlang auf eine Tür zu. Rechts und links davon befanden sich zwei weitere Türen, aber die eigentliche Kirche blieb ihm verborgen und er fragte sich, wo sich jener Raum befinden mochte, in dem die Menschen ihrem Gott schöne Lieber vorsangen.

Sie hielten an und hörten auf der anderen Seite des massiven Holzes einen Mann mit einer Frau diskutieren, deren Stimme ihm gleich bekannt vorkam. Cassandra öffnete die Tür schwungvoll und die drei begannen mit einer lautstarken Debatte, welche Elion nur mit halbem Ohr verfolgte. Wichtig war die Information, dass Cassandra und Leliana ihn nicht mehr verdächtigten, für die Explosion verantwortlich zu sein. Der Kerl in rot-weißer Kirchenrobe dagegen schien von seiner Schuld so überzeugt zu sein, dass er Elion unverzüglich nach Val Royeaux zur Hinrichtung verfrachten wollte.
Der Dalish Elf stellte sich trotzig vor ihn und fauchte ihn an. „Na klar, wenn es einen Schuldigen geben muss, dann nehmen wir mal wieder einen Elfen. Die kann man ja für alles verantwortlich machen.“
Leliana zog ihn am Kragen zwei Schritte zu sich heran. „Meister Lavellan. Niemand stellt die Elfen unter Generalverdacht.“ Sie wandte sich dem Mann zu. „Kanzler Roderick, Ihr geht jetzt besser.“
Wieder eine Tür, die sich laut schloss und Elion versuchte, seine Wut auf die Menschen zu kontrollieren. Die beiden Frauen sahen ihm an wie aufgewühlt er war und verständigten sich mit einem kurzen Blick, der ihm sagte, dass sie sich sehr gut kennen mussten. Cassandra nickte leicht und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Helft uns dabei, die Bresche endgültig zu schließen.“ Sie hielt ihm ihre rechte Hand hin und zögernd schlug er ein. Was blieb ihm auch anderes übrig? Thedas ging unter, wenn er die Bresche nicht endgültig schloss. Seine Nichten, sein Bruder …
„Willkommen bei der Inquisition.“ Die Sucherin quälte sich ein Lächeln hervor. Das tat sie wohl sehr selten, denn es misslang ihr.
Die Tür öffnete sich wieder und zwei weitere Menschen betraten den Raum. Ein blonder Hüne mit riesigen Fellkragen über der Rüstung und eine Frau mit dunklem Teint und schwarzem Haar, welches streng hochgesteckt war. Sie hatte offensichtlichen einen Hang zu feiner Kleidung, denn sie trug ein gelbes Seidenhemd unter einer Art Gehrock aus Brokat, der lustigerweise die gleiche Farbe wie Lelianas Robe hatte und auch ihre Strümpfe passten farblich dazu. Ein breiter Gürtel um die Taille betonte ihren wohlgeformten Körper, der Elion an Isabelas Kurven erinnerte.
Sie wurden einander vorgestellt und er bemerkte den starken Akzent von Botschafterin Josephine Montilyet. Sie rollte das R und auch an Cassandras Aussprache erkannte er, dass sie nicht aus der Gegend stammen konnte, aber es war schwer ihr Herkunftsland zu erraten, denn die Sucherin lispelte leicht. Sie redete so gänzlich anders als die Einwohner Fereldens, denen er bisher begegnet war.
Der große Mann hieß Cullen Rutherford und war ein ehemaliger Templer, wie er gleich in einem seiner ersten Sätze erkennen ließ. Daher also der verkniffene Gesichtsausdruck! Genauso stellte sich Elion ein Mitglied dieses Ordens vor. Eine Narbe verlief oberhalb von Cullens Lippe zum rechten Auge hin. Kein Zweifel, dass sowohl er als auch Cassandra schon einige Kämpfe hinter sich gebracht hatten.
Zwei Krieger, eine Diplomatin und  … Leliana wurde ihm als Meisterspionin vorgestellt, das passte zu ihr. Allein ihre Art zu gehen verriet es. Lautlos. Ihre Gesten waren minimal, während Cullen zum Erklären den ganzen Raum um sich herum nutzte, so dass die Frauen Abstand zu ihm hielten, wenn er redete.
Die Rothaarige warf der Botschafterin hinter seinem Rücken einen vielsagenden Blick zu und verdrehte gelangweilt die Augen, was Lady Montilyet ein leises Kichern entlockte, während Cassandras Mundwinkel lediglich leicht zuckten. Allerdings fuhr ihre rechte Augenbraue in die Höhe. Missbilligung oder Zustimmung?
Lelianas Stimme holte ihn aus seinen Betrachtungen zurück. „Wir alleine sind nicht in der Lage, die Bresche endgültig zu schließen, dazu brauchen wir Unterstützung. Entweder die Magier oder die Templer.“
Es begann eine heiße Diskussion darüber, welche der beiden Gruppen geeigneter war. Nach Elions Meinung kamen eher die Magier in Frage. Sie hatten seine ganze Sympathie, wurden sie doch unterdrückt, überwacht und getötet, wenn es den Templern nötig erschien. Er konnte an jenem Abend, den er in Merrills Lager verbrachte hatte, recht viel von den flüchtenden Elfen über die Vorkommnisse in den Zirkeln der Magi erfahren. Niemand sollte eingesperrt werden für das, was er nun einmal war, aber diese Meinung behielt er für sich, weil er merkte, dass Cassandra und Cullen anders dachten.
Sowohl die Sucher, als auch die Templer waren Instrumente der Kirche. Eine Institution, die Erbarmen predigte und Gewalt gegen Magier zuließ oder sogar billigte. Wie passte das zusammen? War das nicht verlogen? Wieder drifteten seine Gedanken ab und er riss sich erneut zusammen, um dem Geplänkel folgen zu können.
„Wir brauchen mehr Macht, vorher können wir uns die Köpfe heißreden, so viel wir wollen.“ Josephine sagte es leise, aber alle verstummten umgehend. Die Stimme der Vernunft, stellte Elion fest und lächelte sie unwillkürlich an. Sie erwiderte sein Lächeln freundlich und er merkte, wie Röte warm über seine Wangen kroch.
Die Besprechung endete mit der Feststellung, dass Elion mit einigen Begleitern in die Hinterlande reisen würde. Dies war die beste Gelegenheit, um die Inquisition bekannter zu machen und sich um die dringlichsten Probleme vor der eigenen Haustür zu kümmern. Dort galt es, einige Risse zu schließen und den durch den Aufstand der Magier vertriebenen Menschen zu helfen.
Schon wieder hatte er das Gefühl, herumgeschubst zu werden, aber an Cassandras Miene sah er, dass es ihm nicht alleine so ging. Warum begleitete ihn nicht Cullen? Oder Leliana? Das wäre ihm tausendmal lieber gewesen.

Er stand etwas verloren im Kirchengang und wusste nicht, wohin mit sich. Die Sucherin stakste mit so weit ausholenden Schritten an ihm vorbei, dass sogar Cullen Probleme hatte, neben ihr her zu gehen. Leliana bezog wieder ihren Posten in ihrem offenen Zelt vor der Kirche und Josephine hatte sich in einen der seitlichen Räume zurückgezogen, der ihr als Arbeitszimmer diente.
Elion nahm seinen Mut zusammen, klopfte an die Tür und schob seinen Kopf samt abstehender Ohren prüfend durch den Türspalt. „Darf ich eintreten?“
Die Botschafterin lachte und winkte ihn herbei. „Ihr seid doch schon halb drin, Meister Lavellan.“
Scheu machte er einige Schritte auf den großen Schreibtisch zu, hinter dem Josephine saß. Der Raum war recht karg, es gab einige Bücherregale und in einer Nische stand ein schmales Bett. Offensichtlich wurde hier jeder Platz genutzt.
Er machte eine leichte Verbeugung. „Ich bin froh, dass Ihr hier seid, um die Wogen zu glätten.“
„Ich hoffe, ich kann uns in ruhigere Gewässer führen“, antwortete sie immer noch lächelnd.
„Ich bin sicher, dass dies keine allzu schwierige Aufgabe für Euch ist“, bemerkte er nun etwas forscher.
„Ihr seid zu gütig, Herold.“ Sie fühlte sich geschmeichelt, aber es entging ihm nicht, dass sie mit dem goldenen Ring an ihrem rechten Ringfinger spielte. Wollte sie ihm damit etwas signalisieren? Auch unter den Elfen waren Eheringe ein Zeichen tiefer Verbundenheit zweier Seelen.
Die Tür flog auf und ein rothaariger Junge eilte ins Zimmer. „Mami, kann ich mit Harding Schlittenfahren gehen?“
Elions Augen wurden groß. Der Kleine kam wohl eher nach dem Vater? Er war vielleicht zehn oder elf Jahre alt und musterte den Dalish Elfen neugierig. „Ihr seid der Herold Andrastes?“, befand der Junge und zeigte dabei nicht im mindesten Angst oder Ehrfurcht.
„Einfach Elion. Herold … das klingt so fremd.“
„Hallo, ich bin Benjamin“, der Elf ergriff die hingestreckte Hand und freute sich darüber, dass sich wenigstens einer mit ihm normal unterhielt ohne gleich in den Staub zu fallen oder ihn durch die Gegend zu jagen.
„Schatz?“ Josephines Blick ruhte zärtlich auf ihrem Spross. „Hast Du schon gefragt, oder versuchst Du es erst bei mir?“ Sie zwinkerte ihm amüsiert zu.
Er druckste ein wenig herum und kramte aus einer Kiste unter dem Bett einen Schal hervor. „Hab' ich noch nicht.“
„Dann geh' und hol' das nach.“
Murrend verließ Benjamin den Raum und die Botschafterin schmunzelte. „Wo ist die Zeit bloß geblieben?“
Elion grinste. „Das frage ich mich auch jedes Mal, wenn ich meine beiden Nichten sehe.“
„Ihr selbst habt keine Familie?“ Gleich darauf bemerkte sie, dass sein Grinsen verrutschte und sie wechselte schnell das Thema. Josephine stand auf und ging um den Tisch herum. „Cassandra und Cullen müssten jetzt alle Soldaten und Einwohner Havens darüber informiert haben, dass die Inquisition alter Tage wieder ins Leben gerufen wurde.“
Sie begleitete den Elf zum Eingang und tatsächlich hatte sich dort schon eine beträchtliche Menschenmenge versammelt. Leliana stellte sich neben die Botschafterin und Cullen gesellte sich an Elions Seite, verschränkte die Arme hinter dem Rücken und wartete, bis Cassandra durch die Reihen der Soldaten hindurch auf die Treppe zumarschierte.
Über dem Kircheneingang, vor dem sie standen, hing eine riesige und zusammengerollte Fahne mit dem Symbol der Inquisition: einem Auge, von dem Flammen ausgingen und einem Schwert dahinter. Elion oblag die Ehre an einem Seil zu ziehen und die Fahne zu enthüllen. Er zog auch kräftig, aber so energisch, dass sich die große Stoffbahn losriss, zu Boden segelte und die Fünf einhüllte.
Natürlich sorgte es für allerlei Gelächter, dass von den führenden Köpfen der Inquisition nicht viel zu sehen war außer einigen Beulen unter einer Fahne. Cassandra brummte Elion von der Seite an: „Ihr kennt auch kein Mittelmaß, oder?“ Rechts und links von ihr wühlten sich die anderen aus den Fängen des Stoffes.
Er zuckte entschuldigend mit den Schultern. „War wohl eher eine feierliche Einhüllung statt Enthüllung?“
Endlich hatten sich alle befreit und einige Soldaten kletterten hinter ihnen in die Höhe, um die Fahne wieder an ihren Platz zu bringen. Josephines Frisur hatte sich gelöst und sie blitzte ihn verärgert an. Leliana nestelte an den Haaren der Botschafterin herum und band ihr kurzerhand einen praktischen Zopf, welcher ihr ebenfalls vortrefflich stand. „Du solltest Dein Haar öfter so tragen, Josie.“
Gejubelt wurde nun trotzdem, wenngleich viele auch dabei lachten, aber wenigstens versuchte niemand, ihn irgendwo festzubinden.

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