"Was tun wir jetzt?" fragt Andriel, immer noch reichlich verwirrt.
Dawnbreaker schaut ihn eine Weile nachdenklich an und meint: "Warum gehen wir nicht nach
Falkenring? Der Jarl hat mir schließlich ein Schreiben zukommen lassen. Sicher gibt es dort gut
bezahlte Arbeit."

Die beiden gehen zum Kutscher, da sie den Weg nicht kennen und lassen sich zum Ziel fahren.

"Falkenring erscheint mir nicht gerade freundlich." bemerkt Andriel misstrauisch. "Wir sollten auf
der Hut sein, wenn wir uns anhören, was der Jarl von uns will."
"Ach, jetzt wartet doch erst einmal ab, mein Freund!"

Das Gespräch ist ziemlich kurz und Dawnbreaker erfährt, dass er einige Banditen beseitigen soll.
Man ist sich schnell über den Preis einig.

"Ich traue dem Jarl nicht." Andriels ungutes Gefühl verstärkt sich.
"Was soll schon sein?! Ein paar Banditen verjagen, das ist alles."

"Hier können wir übernachten. In einer Stunde wird es dunkel."
Andriel ist zu müde um zu protestieren.

In der Taverne wird Dawnbreaker von der Magd angesprochen: "Ein so prachtvolles Mannsbild
verirrt sich selten hierher. Nehmt Ihr mich mit auf Eure Abenteuer?"
Er schaut sie verwirrt an und schüttelt den Kopf. "Wir nehmen niemanden mit auf unsere Reisen."
Dann dreht er sich um setzt sich an einen Tisch.

"Euer Freund ist etwas seltsam, was?!"
Andriel verkneift sich ein Grinsen und antwortet amüsiert: "Sicher nicht mehr als andere."

"Diese Frau hat Euch gerade ein mehr als eindeutiges Angebot gemacht, Dawnbreaker."
"Wieso? Sie wollte doch nur mit uns reisen."

"Aber ...... wartet mal! Ihr habt echt nicht kapiert, was sie von Euch wollte, oder?!" fragt Andriel
erstaunt.
"Nein. Offensichtlich nicht." antwortet Dawnbreaker etwas geistesabwesend.
"Na ja, sie wollte ...... von Euch ...... ach, ist nicht so wichtig." Andriel starrt konzentriert auf den
Metbecher vor sich.

Nach dem Essen wird es Zeit, schlafen zu gehen. Sie erheben sich um in ihre Unterkunft zu gehen.
"Jetzt weiß ich, was Ihr gemeint habt." bemerkt der kräftige Bretone.

Beide betreten das Zimmer und schauen erschrocken auf das Doppelbett.
Andriel bemerkt mürrisch: "Und wo schlaft ihr?!"
"Na hier." Dawnbreaker deutet auf das Bett.

Andriel seufzt: "Na gut! Aber bleibt auf Eurer Seite!"

"Sonst fehlt Euch am Morgen etwas ....."

Aber diese Drohung verhindert nicht, dass Dawnbreaker sich im Schlaf an den kleinen Waldläufer
kuschelt.

Am nächsten Morgen begegnen sie wieder der Magd, die sich eine schnippische Bemerkung nicht
verkneifen kann: "Kein Wunder, dass Ihr keine Frau dabei haben wollt. Ihr teilt Euch wohl lieber
mit Männern das Lager?!"

Leicht wütend erwidert Dawnbreaker: "Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Nicht in dieser
Welt!" dann stapft er wütend nach draußen in den regnerischen Morgen.

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